VBS will Atomwaffen

sd. 9. Nov., Bern. In einer Pressekonferenz forderte der Chef der Armee, André Blattmann, eine nukleare Aufrüstung der Schweiz mit der Begründung, dass Atomwaffen, entgegen der landläufigen Meinung, durchaus auch Gutes tun können. Die Reaktionen waren gemischt.

Er sei zu diesem Schluss gekommen, als er vorgestern Sonntag vor dem Fernseher sass und der Hollywood-Klassiker Independence Day mit Will Smith lief. „Da hatte ich plötzlich den Geistesblitz und fing an zu recherchieren. Ich fand heraus, dass die Welt nun schon unzählige Male nur dank Atomwaffen vor ihrem sicheren Untergang bewahrt worden ist. Nehmen sie beispielsweise den Fall von 1998: damals war ein riesiger Komet drauf und dran die Erde zu zerstören, und hätten sich nicht ein paar todesmutige amerikanische Ölbohrer unter der Führung Bruce Willis‘ aufgemacht um diesen mit einer riesigen Atombombe in die Luft, respektive ins All zu sprengen, wären wir nun nicht hier an dieser Pressekonferenz.“

Wem das noch nicht reiche, denke an den Vorfall aus dem Jahre 2003, als der Erdkern plötzlich aufhörte sich zu drehen und damit das Magnetfeld der Erde derart in Verwirrung geriet, dass uns der sichere Tod drohte. Aber einmal mehr machte sich ein Team auf, diesmal ins Innere der Erde, um mit einem Schiff aus Unobtainium die mächtigsten je von Menschenhand gefertigten Kernwaffen den Kern wieder zum Laufen zu bringen. „Wir sollten uns deshalb zusätzlich überlegen, ob wir uns nicht besser auch eine Flotte aus Unobtainiumschiffen anschaffen sollten, für den Fall, dass dies nochmal geschähe.“

„Zwischen 1945 bis zur Auflösung des Arbeitsausschusses für Atomfragen haben wir an Plänen gearbeitet unsere eigenen Kernwaffen zu akquirieren. Das Kernproblem aber,“ wobei er einige verhaltene Lacher der versammelten Journalisten kassierte, „ist die IAEA, die uns wahrscheinlich davon abhalten werden wollen wird. Die scheinen die Dringlichkeit dieses Projektes nämlich noch nicht ganz verstanden zu haben, schauen Sie nur mal in den Iran, wo unzählige der besten Wissenschaftler unermüdlich daran arbeiten, im Notfall die Welt mit Atomwaffen zu retten, um endlich ihr Buhmann-Image loszuwerden und von der Welt akzeptiert zu werden, so wie sie sind. Wenn Ihnen das noch nicht reicht, nehmen Sie Nordkorea: ich habe keinerlei Zweifel, dass auch Kim Jong-Il genau diesen Plan verfolgt. Jemand der im Golf die Kugel mit einem Schuss einlocht, und darüber hinaus Bücher über die Kunst der Oper ($ 17.95) zu schreiben imstande ist, kann gar nicht so gemein sein, wie er immer dargestellt wird.“

Auf die Frage eines Journalisten, wie er denn die IAEA zu überlisten trachte, meinte Blattmann, da müsse man sich eben auf die alten Reduitpläne zurückbesinnen, das Militärbudget mindestens um ein Zehnfaches aufstocken, und endlich den alten Generalstabs War Room mit Playstations ausrüsten. „Es ist jetzt oder nie,“ meinte er, „die Deutschen haben einen ähnlichen Plan, und Sie wollen ja nicht allen Ernstes, dass uns die zuvorkommen! Die Ehre die Welt zu retten, steht uns, und niemandem andern zu!“

Im allgemeinen Tumult, fügte Blattmann noch hinzu, dass – sollte es zur Konfrontation mit der internationalen Staatengemeinschaft kommen – er sich sonst schon opfern würde von der Bundesversammlung zum General gewählt zu werden. Dies sei schon seit seiner Kindheit ein Traum von ihm gewesen.

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