Nun doch nicht alles gut

sd., 11. Nov., New York. Entgegen allen Erwartungen hat gestern Mittwoch die UNO Vollversammlung erklärt, dass nicht alles zum Besten stehe in der Welt. Obwohl in letzter Zeit immense Fortschritte gemacht wurden, sei die Welt nun doch noch nicht ganz das Paradies auf Erden.

Gegenüber d’zwible erklärte Generalsekretär Ban Ki-moon: „Wir haben sehr viel geredet, aber unerklärlicherweise haben sich die globalen Probleme, die alle von uns etwas angehen, nicht in Luft aufgelöst.“ So habe man beispielsweise erwartet, dass die Kopenhagen-Konferenz vom letzten Dezember dem Klimawandel ein schnelles Ende bereiten würde. Einige Mitgliederstaaten hätten jedoch Bedenken gehabt, und so habe man zusätzlich hunderte von sogenannten „cloudbusters“ angestellt, die aber leider auch nicht den gewünschten Effekt erzielte hätten.

„Zu diesem Zeitpunkt können wir noch nicht sagen, was falsch gelaufen ist. Wir werden auf jeden Fall einen Internationalen Untersuchungsausschuss auf die Beine stellen, der einen Bericht dazu verfasst, den wir dann der Generalversammlung vorstellen werden. Die Generalversammlung hat dann zu entscheiden, ob sie diesen Bericht verwirft, oder ob er zu einer Motion an den Sicherheitsrat umgearbeitet werden soll,“ so der Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Joseph Deiss. „Für Gesprächsstoff, das kann ich Ihnen versichern, wird das sicher noch sorgen.“

Wie bekannt geworden ist, sei der Klimaschutz aber nicht das einzige Thema, das völlig aus dem Ruder gelaufen sei. Völlig entgegen den Erwartungen der Weltöffentlichkeit sei auch der Nahostkonflikt nicht plötzlich über Nacht gelöst worden, und dies obwohl sehr viel geredet wurde. Sprecher der Aussenministerien von Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde zeigten sich empört über die Rolle der UNO. „Die Vereinten Nationen sollten dafür da sein, Konflikte zu lösen, aber was, frage ich Sie, haben sie zur Konfliktlösung beigetragen bis jetzt?“, so der Sprecher Israels, nur um von seinem Palästinensischen Kollegen in seiner Aussage bestärkt zu werden: „Wir haben unseren Teil geleistet, Palästina und Israel warten nur auf eine Beilegung des Konflikts durch die UNO, wir machen alles um den Weg dafür zu ebnen, aber die Internationale Staatengemeinschaft scheint nicht mehr daran interessiert zu sein. Schockierend und traurig ist das!“

Während die UNO Vollversammlung tagte, haben sich vor dem UN-Gebäude wütende Menschen zu Protestmärschen eingefunden. Sie seien empört, so ein Demonstrant, dass die UNO, die nur schon in ihrem Namen ein Heilsversprechen mitführt, nicht einmal fähig sei in ihrem Kerngeschäft erfolgreich zu sein. „Wie lange gibt es sie nun schon, 65 Jahre…? Also wenigstens den Weltfrieden hätten sie schaffen müssen. Uns wird nunmehr seit 65 Jahren vorgegaukelt, es werde alles gut, und bis vorgestern hab ich das auch noch geglaubt, und dann kommt plötzlich raus, dass nun doch nicht alles gut ist!“ sagte er empört und stürzte sich mit Pflastersteinen bewaffnet in die Strassenschlacht.

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