Bund ordnet Umsiedlung an

sd. 15. Nov., Bern. Nach Wochen des Abstreitens gibt der Bundesrat erstmals zu, dass er eine Umsiedlung der gesamten Schweizer Bevölkerung plant. Man wollte kein Referendum provozieren, heisst es aus dem Bundeshaus, und habe sich deshalb hinter verschlossenen Türen beratschlagt.

Der Gründe gebe es viele, sagt ein Sprecher des Innendepartements gegenüber d’zwible, und bei allen Szenarien, die man durchgespielt habe, überwögen die Vorteile ganz klar. Schaue man sich die Lage aus der wirtschaftlichen Perspektive an, könne man nicht leugnen, dass ein neuer Standort immer interessanter werde. „Je länger wir warten, desto schlimmer wird es.“ Für die Banken sei der immer stärker werdende Druck vonseiten der EU und der USA schon seit längerem Anlass, um über eine Neuorientierung bezüglich geographischem Standort nachzudenken. Auch in der Industrie würden Stimmen laut, die dasselbe forderten. So habe etwa auch schon Alfred Schindler, der CEO des Liftbauers Schindler am letzten Samstag im Gespräch mit der Neuen Luzerner Zeitung mit einem Wegzug ins Auslang gedroht. Das Problem von wegziehenden Firmen sei zwar nicht neu; sollte der Trend jedoch unverändert anhalten, müsse die Schweiz ernsthaft über einen Nachzug nachdenken.

„Auch die Tourismusbranche leidet unter den veränderten Bedingungen. Es gibt immer weniger Schnee und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Skiresorts eingegangen sind,“ sagt Spiro Springer, der Sprecher, „als nun diese Woche das alljährliche, unerträgliche und nasskalte Novemberwetter in der Schweiz Einzug hielt, hat es dem Bundesrat endgültig gereicht und per Dekret die Umsiedlungsplanung angeordnet.“

Es sei nichts Neues, dass sich eine Nation ein neues Zuhause sucht. Auch Kiribati habe angekündigt umziehen zu wollen und dies aus ganz ähnlichen Gründen. Da dies einreissen könnte und immer mehr Staaten vom Wunsch beseelt würden, dies Kiribati gleichzutun, sei es mehr als wichtig, diesen Schritt so schnell wie möglich zu tun.

„Es kommen viele geographische Regionen in Frage, und natürlich werden alle Optionen sorgfältig überprüft. Eine unerwartete Möglichkeit hat sich im Oktober aufgetan, und zwar haben die Fiji Inseln ihre Unabhängigkeitserklärung vom Vereinten Königreich verlegt und damit den Beweis ihrer Souveränität verloren. Glücklicherweise kann es sich nun Grossbritannien mit ihrem gegenwärtigen Haushaltsdefizit nicht leisten, die Inseln von Neuem zu annektieren, und unserer Armee würde es ohnehin guttun auch endlich einmal im Ernstfall eingesetzt zu werden.“

Da jedoch Fiji von ähnlichen Problemen wie Kiribati heimgesucht werde, sei eine Annexion eines afrikanischen Staates viel realistischer. Man sei zwar schon der Meinung, dass Libyen es verdienen würde; pragmatisch gesehen sei ein Land in der Mitte des Kontinents aber viel geeigneter und würde auch keine Mentalitätsanpassung von den Schweizer Bürgern erfordern, man könnte so das gleiche tief verwurzelte Sonderfall- und Inselbewusstsein weiterleben. Darüber hinaus wäre ein Land wie Rwanda besonders für die Rüstungsindustrie interessant, da man so viel näher an den Kunden wäre, was natürlich ein grosser Standortvorteil wäre. Er sei sich auch sicher, dass die Banken sich schnell an ihr neues Umfeld gewöhnen würden, und bald herausfänden, dass sie mit dem im 2. Weltkrieg erworbenen Know-How durchaus auch von Kriegen in der Nachbarschaft profitieren könnten.

Der Entscheid fällt noch diese Woche und wenn am nächsten Wochenende verkündet wird, wohin es unsere stolze Nation verschlagen wird, bleiben den Bürgerinnen und Bürgern noch bis Ende Jahr um sich dementsprechend vorzubereiten. Der Zügeltermin fällt auf den 1. Januar 2011.

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