Tomate wurde doch noch rot

sd. 20. Nov., Basel. Unter den Augen der Weltöffentlichkeit entschloss sich eine Tomate (Bild) nun doch noch rot zu werden. Viele hatten bereits damit gerechnet, dass sie sich dem Reifeprozess gänzlich verweigern würde, zumal die Pflanze, an der sich die Tomate befand, bereits auf dem absteigenden Ast war. Der Schritt kam deshalb ziemlich unerwartet. Ein Augenzeuge mutmasst, dass die Tomate damit ein Zeichen an die Adresse ihres Eigentümers sandte, der sie anfangs zwar gehätschelt hatte, im Laufe des Sommers jedoch dazu übergegangen war, sie mit wüsten Verwünschungen zu überhäufen, da ihr Wachstum weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Die anderen Tomaten der Pflanze blieben hingegen ihrer Linie treu und verharrten in grünstem Zustand, und trotzten so dem Druck, den ihre Schwestertomate aufsetzte.

Es kamen Glückwünsche aus aller Welt. Ein Sprecher des Weissen Hauses lässt verlautbaren: „Wir begrüssen die unerwartete Entwicklung, sie zeigt, dass manchmal auch schon verloren geglaubte Schlachten zu gewinnen sind. An alle tapferen Frauen und Männer, die ihr im Hindukush für unsere Freiheit kämpfen: Es ist machbar!“

Aus dem Kreml kamen eher etwas zerknirschte Töne. Ein Insider vermutet, dass ein hoher Politiker bei den Wetten, die um die Entwicklung des Tomatenreifungsprozesses getätigt wurden, viel verloren haben könnte. Ein Kreml-Sprecher meint: „Wir nehmen die Entwicklung zur Kenntniss, sind aber alles andere als erfreut.“

Bild sd.: Die errötete Tomate neben ihren drückebergerischen Schwesterfrüchten.

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