Stimmberechtigter für kontemplativ-selektive Demokratie

sd. 25. Nov., Basel. Ein anonymer Stimmberechtigter weiss schon, wie die Abstimmungen am kommenden Wochenende herauskommen werden. Der d’zwible gegenüber verrät er den genauen Ausgang der Wahlen zwar nicht, er betont jedoch, dass er sicher nicht stimmen gehen werde. Er wisse nämlich genau, dass das nichts bringen würde, und überhaupt, was sei schon eine Stimme. Das mit der Demokratie möge schon eine gute Sache sein; er, auf jeden Fall, zöge es vor, nach der Abstimmung zu meckern. Er könne, so sagt er weiter, gar nicht gut verlieren, und wenn er abstimmen ginge, liefe er ja Gefahr am Ende auf der Verliererseite zu stehen, was für ihn eine völlig inakzeptable Lage wäre. Als Nichtstimmer könne man die Seite nach der Abstimmung wählen, was durchaus seine Vorteile habe. Kontemplativ-selektive Demokratie nenne sich das, erwidert er empört auf sd.s verstörte Blicke und macht sich elegant aus dem Staube.

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