Bundesrat in Burundi

sd. 29. Nov., Bern. Der Bundesrat hat seine Umsiedelungspläne wahrgemacht, nachdem die Abstimmungsresultate bekannt geworden waren gestern Sonntag. Man habe eine kleine Änderung am Plan vorgenommen, es bestehe jedoch kein Grund zur Beunruhigung, wie Ueli Maurer auf Anfrage betont. Im Bild machen sich unsere Regierungsvertreter eben auf den Weg zum Bundesratshelikopter.

„Wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger dies hören,“ so heisst es in einer Videobotschaft, in der sich ein sichtlich amüsierter und sicherlich auch erleichterten Gesamtbundesrat vom Schweizer Volk verabschiedet, „sind wir schon weit weg. Wie sie wissen, planten wir die Umsiedlung schon seit Längerem. Nun hat sich die Regierung von Burundi in Bujumbara bereit erklärt, uns das Land zu überlassen, für ein paar Jahre versteht sich. Da dort schon Menschen leben, betrachten wir es nicht als unbedingt notwendig, dass Sie, werte Bürgerinnen und Bürger, nachziehen. Wir bedauern, dass das Ganze für Sie vielleicht etwas kurzfristig und unerwartet kommt, wir sind uns auf jeden Fall sicher, dass Sie das Beste daraus machen werden. Sie wissen ja sowieso immer alles besser als wir, und wenn wir mal ganz ehrlich sind: Sie gehen uns langsam so richtig auf den Sack.“ „Isch ‚abe keine Sack, du Sack!“, hört man Micheline empört dazwischenschnauben, was aber in der allgemeinen Erheiterung etwas untergeht. Her Maurer fährt fort: „Vielleicht gibt es nun einige unter Ihnen, die mich als SVP-Präsident gemocht hatten; Ihnen möchte ich sagen, dass man als Bundesrat eben das Gesamtbild im Auge haben muss, und mit der gewohnten SVP-Täubeli-Politik ist nun wirklich kein Staat zu machen. Hat ja schon Spass gemacht, aber man sagt, man solle aufhören so lange es noch lustig ist.“ Man habe die Hausaufgaben gemacht und sei Willens, sich möglichst schnell zu integrieren, so besuche der Gesamtbundesrat nun schon seit Längerem Kirundi-Kurse, was nebenbei auch der Grund für die Abgänge Leuenberger’s und Merz‘ gewesen sei, da sie sich in ihrem Alter nicht mehr imstande sahen eine völlig neue Sprache zu erlernen. Dem Burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza sei ein Tauschgeschäft vorgeschlagen worden, die Schweiz gegen Burundi, was dieser jedoch nach eigenen Angaben „aus persönlichen Gründen“ abgelehnt habe, und sich stattdessen auf seiner Privatinsel in der Karibik zur Ruhe setzen werde.

Mit aufmunterndem Gewinke endet die Videobotschaft. Die Redaktion der zwible wünscht dem Bundesrat alles Gute und bedankt sich für seine engagierte Arbeit! Tschüss Didier, Eveline, Johann, Doris, Micheline, Simonetta und Ueli!

Bilder Screenshots (Bild 1, Bild 2, Bild 3)

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2 Antworten zu Bundesrat in Burundi

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