Universitätsbibliothek führt Nackscanner ein

sd. 2. Dez., Basel. Die Leitung der Universitätsbibliothek Basel hat heute Donnerstag angekündigt nach den verschärften Sicherheitskontrollen, die bereits im Sommer eingeführt worden waren, nun noch einen Schritt weitergehen zu wollen, und versuchsweise Nackscanner aufzustellen. Zunächst war es noch erlaubt persönliche Gegenstände mit in die Bibliothek zu nehmen, solange sie in einem transparenten Plastiksack verstaut waren. Damit könne aber nicht die absolute Sicherheit gewährleistet werden, die die Verwendung von Nackscannern böte. Man wolle so vor allem der Angewohnheit etlicher Studenten, gefährliche Schriften in den Katalogsälen zu verstecken, auf dass sie jemand zufällig finde und vielleicht davon verführt werde, vorbeugen. Des Weiteren müsse man der allgemein ungemein angespannten Sicherheitslage, in der sich Europa befinde, Rechnung tragen. „Die Terrorgefahr lauert überall. Es braucht nur einen Philosophiestudenten, der den Nietzsche nicht ganz verstanden hat, und schon haben wir eine Katastrophe. Die Nackscannerlösung ist die einzig vertretbare. Wir wissen, dass es auch Nachteile geben kann; wir werden jedoch dabei bleiben.“

Ludwig Lust, der für gewöhnlich die Eingangskontrollen durchführt, ist begeistert, was sich and den Geiferfäden, die ihm von den Lippen hängen, bemerkbar macht. Unter schwerem Atem gesteht er, dass er schon lange auf diesen Moment gewartet habe. Er hoffe nun einfach, dass diejenigen Frauen, denen er bisher nur nachgestarrt habe, als sie sich in vollst bekleidetem Zustand befanden, ihn nicht allzu sehr enttäuschen, wenn er sie zum ersten Mal im Adamskostüm sehe.

Der Allgemeintenor zur Allgemeinterror-Massnahme der betroffenen Studierenden fällt gemischt aus. Ein Jus-Student (23) meint: „Ich bin froh wird nun endlich etwas gemacht, zu lange wurden diese Probleme vernachlässigt,“ während die Wirtschaftsstudentin (25) noch etwas unentschieden ist: „Ich habe gelesen, Nackscanner seien Krebserregend, aber dafür auch früherkennend. Eine schwierige Entscheidung. Aber zum Glück wurde bereits entschieden, dann müssen wir uns nicht den Kopf darüber zerbrechen.“

Die Einführung des Nackscanners sei nur ein Schritt in Richtung totale Sicherheit. Ab nächsten Monat werden neue Bibliothekskärtchen eingeführt, die auf der Basis von DNA-Identifikation dafür sorgen, dass die Identität der Ausleihenden stets überprüft werden könne. Die alten Karten seien ab Januar ungültig, man müsse aber auch betonen, dass die Umstellung auf das neue System auf absolut freiwilliger Basis erfolge. „Bis anfangs Januar sollten alle Interessierten ein Becherchen mit einer Urinprobe an der Ausleihe abgeben, bei später abgegebenen Proben kann nicht für einen reibungslosen Wechsel garantiert werden. Wir bitten Sie um Verständnis.“

Bild 1, sd.: Dieses Gebäude kann nur mit Nackscannern beschützt werden, Bild 2: Ludwig Lust (Screenshot von hier), Bild 3: So wird’s ab nächster Woche aussehen. Dann aber mit Ludo Lust (Screenshot von hier).

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