Amerikanische Expedition entdeckt die Schweiz

sd. 5. Dez., Basel. 50 Jahre nach Aufbruch der amerikanischen Expedition zur Erforschung der weitgehend unbekannten Gebiete in der Mitte Europas, hat es das wagemutige Ensemble um Jahrhundert-Entdecker John Smith nach Jahren der Entbehrung geschafft, mit einem Boot ins Innere des Kontinenten vorzustossen, und hat dabei die Schweiz entdeckt.

John Smith ist mehr als erfreut darüber nun endlich an seinem Ziel angekommen zu sein. „Dies ist nicht nur für mich ein grosser Tag! Jahrelang hat sich die Forschung darüber gestritten, was die Schweiz eigentlich ist. Viele Vermutungen gingen in die Richtung, dass sie entweder eine Bank, eine Schokoladenfabrik, oder gar eine Uhrmacherei wäre. Ich für meinen Teil war immer davon überzeugt, dass sie ein Land ist, und dies ist nun endgültig bewiesen.“

Am 5, Dezember 1960 wurde das Expeditionsteam mit Pauken und Trompeten im Hafen von New York verabschiedet. Es bestand damals aus fünf Männern (siehe Bild), von denen lediglich zwei die Strapazen der 50-jährigen Odyssee überlebt haben. „Matt (2. v.l., Anm. Redaktion), mussten wir vor 5 Jahren in Deutschland in ein Demenzheim stecken, was er nicht lange überlebte, die andern zwei fielen einer Kollision mit einem Rheinfrachter zum Opfer,“ sagt ein sichtlich bewegter Smith. Er werde sich nun an die Katalogisierung der Eingeborenen machen, er sei sich sicher, dass es sich hier um eine äusserst spannende Rasse von Wilden handeln müsse. Er sei sich noch nicht sicher, ob es sich bei den Lauten, die diese ausstossen, um Anzeichen für eine komplexe Sprache handeln könnte, oder ob es dabei eher um die Kommunikation einfacher, körperlicher Bedürfnisse gehe.

In den USA sorgte die Nachricht für unzählige Schlagzeilen. Die NY-Times etwa titelte „Wall Street Unsettled: Switzerland Is a Country!,“ während Glenn Beck sich vor allem darüber aufregte, dass nun 50 Jahre lang Steuergelder ausgegeben worden seien, um ein primitives Bergvölkchen zu entdecken, das für die USA in keinerlei Hinsicht relevant sei, ausser vielleicht, dass es dort anscheinend eine Partei gebe, die fast wie die Tea Party Rassismus, Dummheit und politische Raffinesse unter einem Hut vereinige.

Es ist anzunehmen, dass die meisten Schweizerinnen und Schweizer ob dieser geradezu Wegweisenden Entdeckung erfahren haben, kurz die Schultern gezuckt und weiter ihrem Tagesgeschäft in den Banken, Schokolade und Uhrenfabriken nachgegangen sind. Denn es könne ja jeder Grossbappi kommen und behaupten, er habe hier was entdeckt; dem gehe es doch nur darum unser Sozialsystem zu parasitieren, sich hier auf Kosten von Steuerzahlern einen vergoldeten Lebensabend zu bereiten. Aber nicht mit uns, nicht mit uns. Nach Otterbach mit dem Schmarotzer und rrrrrrrausssss!!!

Bild 1: Da waren sie noch jung (Screenshot von hier), Bild 2: Kann nun verschrottet werden: die Intrepid, das gute alte Entdeckerboot (Screenshot von hier).

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