Dunkle Machenschaften enttarnt

sd. 19. Jan., Basel. Verdeckte Ermittlungen haben ergeben, dass ein führender Zwieback und ein Schwarzteemulti hinter der Häufung von Magen-Darm-Erkrankungen in letzter Zeit stehen. Dies wurde der zwible vom leitenden Staatsanwalt zugesteckt. Die eingeschleuste verdeckte Ermittlerin habe unter Lebensgefahr gearbeitet, betont der zuständige Führungsoffizier, und ging dabei mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vor. Sie habe deshalb auch von ihren vorzüglichen körperlichen Eigenschaften Gebrauch machen müssen, um sich das Vertrauen der Verantwortlichen zu erschleichen. Dies sei kein Grund zur Empörung, sei diese Vorgehensweise doch sowohl in England als auch in Österreich übliche Praxis.

Durch diese dadurch erlangte Nähe zu den Hauptverdächtigen hatte die Ermittlerin direkten Zugang zu den Sitzungsprotokollen, die alleine wohl schon für eine rigorose Verurteilung der beiden Konzernleitungen reichen dürften. D’zwible veröffentlicht nun exklusiv äusserst aufschlussreiche Auszüge daraus:

Der CEO der Schwarzteefirma äussert sich folgendermassen an der ersten Zusammenkunft, datiert vom 17. Dezember 2010:

„Meine Herren, wie Sie wissen, haben wir ein ähnliches Problem. Seit der Abschaffung des Empire sind unsere Erträge deutlich zurückgegangen. Hat vor 100 Jahren noch die halbe Welt unseren Tee konsumiert, um sich einen British Touch zu geben, ist heute das Attribut British eher verpönt als bewundert. Und auch Eure Probleme, werte Zwiebackfraktionsvertreter, sind intrinsisch mit dem Fall des Empire verquickt. War früher die Seefahrt noch ein Unternehmenszweig, der grossen Bevölkerungsteilen ein Auskommen ermöglichte, die ihrerseits tonnenweise Zwieback verspeisten, ist nun die Schifffahrt eine Branche, die um ein Vielfaches weniger Leute anstellt als früher. Dies macht sich nun natürlich in den Büchern deutlich, und deshalb haben wir hier einen kleinen Plan ausgeheckt, wie wir unsere Geschäfte gemeinsam wieder zum laufen bringen könnten. Dazu übergebe ich das Wort unserem Biologen.“

„Wir haben eine Möglichkeit entdeckt, einen Virus freizusetzen, der vor allem die Verdauung des Menschen angreift, und dabei einen Vorgang auslöst, der sich der dem Körper zugeführten Speisen auf die zwei schnellstmöglichen zu entledigen weiss. Nun ist es ja so, dass das in vielen Haushalten als bestes Gegenmittel gegen solche Symptome gilt, sich einen grossen Vorrat and Zwieback und Schwarztee zuzulegen und diese in übermässiger Art und Weise zu konsumieren. Stellen Sie sich vor, meine Damen und Herren, wenn nun nur 50’000 Menschen daran erkranken und je ein Kilogramm Zwieback à 5 Fr. und eine Packung Schwarztee kaufen, dass dies unser beider Umsätze unglaublich in die Höhe fliegen liesse.“

Dies sind nur zwei Auszüge, die in ihrer Deutlichkeit fast schon erschreckend wirken, in ihrer Gesamtheit jedoch nichts als ein Schaudern, eine inbrünstige Empörung, und dazu noch ein ’nicht-mal-das-erstaunt-mich-mehr‘ Gefühl auslösen.

 

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Eine Antwort zu Dunkle Machenschaften enttarnt

  1. Paramantus schreibt:

    Ich bin entsetzt!

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