Gegeninitiative zum gleichberechtigten Waffenbesitz

(bb. 30. Jan., Altstätten/Hinwil) Nach einer Welle von Berichten über die Waffeninitiative am 13. Februar, welche Frauen als einhellige Befürworterinnen des Waffenverbots darstellt, brodelt es in der weiblichen Sektion der SVP. Es sei nun „gnue Heu dune,“ meldet sich die ehemalige SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter wieder zu Wort. Sie wolle hier ganz klar ihre Sympathien für sicherheitsspendende Waffenschränke im eigenen Heim aussprechen. Da die weibliche Pflicht zur Unterstützung ihrer waffengeilen Ehemännern in den Medien aber wenig präsent ist, hat sie einen neuen Plan aushecken müssen. Zusammen mit Anne-Claude Maurer, welche stets etwas gekränkt ob Ehemann Uelis Aussage ist, Frauen wüssten nicht mit der Waffe umzugehen, wurde ein taktisch ausgeklügelter Gegenangriff geplant.

Die Parole ist simpel und einleuchtend: Frauen, welchen viel an der Aufrechterhaltung Schweizer Traditionen und dem Rütli-Schwur läge, sollen neben ihrem Schminktisch auch einen eigenen Waffenschrank besitzen dürfen. Die Bedrohung, dies ist ihr bewusst, lauert überall. „Was, wenn der Ehemann bei der Arbeit ist und seine Waffe mitgenommen hat, um sich unterwegs vor militanten Asylanten zu schützen?,“ sinniert Hutter. Das beste Beispiel dafür habe die Schweiz ja letzte Woche erschüttert. Hätte Hans Fehr seine Waffe bei sich gehabt, dann hätte mit Gerechtigkeit in die abtrünnige Menge zurückgeschossen werden können. So lag seine Waffe unbenützt im Schrank – und man denke nur daran, wie die Situation nach der Abstimmung aussähe, wenn man das Gewehr zuerst im Magazin abholen müsse. „Undenkbar. Aso echt…,“ ringt Hutter fassungslos nach Worten.

Die kinderliebende Hutter denkt aber noch einen entscheidenden Schritt weiter als ihre männlichen Parteigenossen. „Wenn ich beim Einkaufen meine Kinder allein zu Hause lassen muss, so müssen auch diese vor Fremdlingen geschützt sein.“ Sie plädiert deshalb auch für gleichberechtigten Waffengebrauch von patriotischen Kindern. Natürlich sei dies nur möglich, wenn sie auch anständig in einem Schiessverein oder von ihren Vätern trainiert worden seien. „Und wir Mütter, wir können auch mit Waffen umgehen – ein Wallholz reicht eben nicht immer aus.“ Dies bestätigt auch die NZZ am Sonntag vom 30. Januar, indem sie einleuchtende zeitgenössische Beispiele von weiblichen Waffenfreaks gibt: Lara Croft, Thelma und Louise und Jeanne D’Arc. Oder auch Rita Heinzer, Hausfrau, Grossmutter und „angefressene Schützin“. Sie kennt das Gefühl genau im Winter, wenn der Schiessplatz geschlossen ist und man ‚giggerig‘ wird, oder das ‚High‘, das einen nach einem Volltreffer-Schuss umwölkt.

Hutter verrät gegenüber d’Zwible auch exklusiv, dass sie auch in Kontakt mit den Vereinigungen Mamma und Ja Zum Leben sei. Ihre Aktivitäten zum Schutz der Schwächsten unserer Gesellschaft müsse man eben erweitern: Auch ein ungeborenes Kind habe Recht auf Schutz und muss sich dementsprechend verteidigen können. Ob sie damit auch CVP-Frauen überzeugen kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, aber Hutter gibt sich selbstbewusst, respektive emanzipiert. „Dieses Wort habe ich vor ein paar Tagen gelernt. Zuerst habe ich immer ‚emannzipiert‘ geschrieben,“ gesteht sie kichernd, während man im Hintergrund Gesprächsfetzen von Anne-Claudes Telefongespräch mit Ueli über „Spermas oder wie diese Dinge da heissen“ und „Mini-Pumpguns“ vernimmt.

Gleichberechtigung in der familiären Sicherheit und zur Verteidigung von Fremdkörpern wird die Schweizer Politik wohl noch länger beschäftigen. Dass die SVP dieser aufstrebenden Rolle ihrer Anhängerinnen gewachsen ist, bestätigte Hutter nicht unlängst 20 Minuten: „Ich konnte als junge Politikerin immer vorne hinstehen, auch wenn ich einen ‚Seich‘ sagte.“ Und dies funktioniert tatsächlich noch immer.

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5 Antworten zu Gegeninitiative zum gleichberechtigten Waffenbesitz

  1. Paramantus schreibt:

    Richtig so. Mehr Flammenwerfer braucht das Land!😀

  2. Öl ins Feuer schreibt:

    Außerdem erfolgen dann Geschlechterkampf und Generationenkonflikt endlich auf gleicher Augenhöhe.

  3. James schreibt:

    Ich würde mal sagen : das Fassungsvermögen der Magazine wird anhand des IQ bestimmt, je mehr desto mehr !!! Oder sollte man das eher umgekehrt machen ???
    Was meint ihr ??

  4. Hubat schreibt:

    @james: das Fassungsvermögen sollte demnach anhand des Emotionsquotienten (EQ),anstatt des IQ’s angepasst werden.Weil, der Kluge fühlt sich überlegen und würde die Macht an sich reissen.Und der Dumme hätte keine Argumente,aber dafür Patronen! Ein kluger Gebrauch wäre unwahrscheinlich. Das alleinige Fassungsvermögen kriegt nur der, der Gefühle versteht, Gemütsstimmungen erkennen und einschätzen kann, ein reines Herz hat und einfühlsam ist. Nur bei diesen Persönlichkeiten ist eine Waffe in den richtigen Händen und darum: Je höher der EQ, desto Sicherer die Umgebung.

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